Wie versprochen haben wir am Wochenende die Infrastruktur unseres Internetauftritts und damit des gesamten Projekts gründlich erweitert. Hinzu gekommen sind ein Diskussionsforum sowie ein Wiki. Beide Systeme waren längst überfällig und ihr Fehlen hat sich als Entwicklungsbremse erwiesen.
Im Menü der Seite ist der Eintrag “Hilfe” hinzugekommen, über ihn sind Wiki und Forum zu erreichen.
Da alles noch ganz frisch ist, fehlt es selbstverständlich noch an Inhalten. Was das Wiki angeht, sind wir zunächst wohl selbst gefordert. Der erste (in den nächsten Tagen erscheinende) Eintrag wird eine Installationsanleitung für invis Server sein. Sprich wir werden Systemvorbereitung, Anwendung des Setup-Scripts sowie die notwendigen Nacharbeiten etwas detailierter dokumentieren, als dies in der beiliegenden Readme-Datei der Fall ist. Dies sollte den Einstieg ins Projekt deutlich vereinfachen.
Das Forum hingegen wartet bereits jetzt auf Ihre Fragen und Ideen. Beide Systeme machen selbstverständlich nur dann einen Sinn, wenn sie auch genutzt werden – also bitte keine Scheu!
Ich freue mich von Ihnen zu “lesen”!
Stefan
Urlaub – wie gedacht – waren die Chemnitzer Linux Tage beim besten Willen nicht. Unser Projekt fand so viel Zuspruch, dass wir dort (ganz ohne Wegelagerei) an zwei Tagen mehr geredet haben, als an sechs Tagen CeBIT. Wir sind rundum glücklich!
Was in Chemnitz von freiwiligen Helfern auf die Beine gestellt wird ist unglaublich, besser lässt sich ein solcher Event kaum organisieren. Danke dafür. Wir haben jetzt schon geplant nächstes Jahr wieder dabei zu sein.
Aus den vielen Gesprächen haben sich für uns natürlich ein paar Hausaufgaben ergeben. So wird es jetzt höchste Zeit unsere Internet-Seite um ein Forum sowie ein Wiki zu erweitern. Interessierte invis Nutzer/Mitmacher/Entwickler/Sponsoren/usw. benötigen schließlich Plattformen um miteinander zu kommunizieren.
Sowie das Wiki steht, erscheinen darin natürlich ein paar Howtos die den Einstieg ins Projekt, also die Installation des eigenen invis Servers, erleichtern sollen.
Kleinere Anregungen die sich aus den Gesprächen in Chemnitz ergeben haben, sind bereits in Arbeit. So wird das invis Portal zukünftig Nutzer über die verbleibende Laufzeit ihrer Passwörter informieren, es wird automatisch nach Computern oder Geräten im Netz gescannt, die bisher nicht in DHCP und DNS berücksichtigt sind und auch eine Erinnerung an fällige Datensicherungen steht auf dem Plan.
Weitere Anregungen sind jederzeit willkommen! Bis das Forum steht, lade ich herzlich zur Nutzung der Kommentarfunktion unserer Internetseite ein.
Stefan
Es ist schon sonderbar, dass “small business” einerseits ein allgegenwärtiger Begriff in der IT-Welt zu sein scheint und andererseits viele (oder gar alle), die daher kommen oder Software fürs “small business” entwickeln, bestrebt sind ins “big business” zu wechseln. Selbstverständlich gibt es für “big business” einen wohlklingenderen Namen: “Enterprise Bereich”. Für mich inzwischen eher ein Reizwort, trotz meiner Leidenschaft für Star Trek.
Wenn ich mich in dem Umfeld umschaue in dem der “invis Server” als Produkt platziert ist, entdecke ich viele Alternativen, denen eines gemein ist. Sie sind meist als “small business” umdeklarierte und herunter skalierte Produkte aus dem Enterprise Segement. Erschaffen teils von Menschen, die niemals in einem Unternehmen mit vielleicht nur 3 Mitarbeitern tätig waren. Mittelstand etwa, beginnt für einige erst bei 500 bis 1000 Mitarbeitern. Entsprechend sehen die Produkte aus, untauglich für den Handwerker um die Ecke. Dass invis Server diesbezüglich anders sind sei nur am Rande erwähnt.
Besonders auffällig ist das, was mich stört speziell an einer Software Gattung – den Business Applikationen, vornehmlich den ERP und CRM Anwendungen. Einem Handwerker zu erläutern wozu er “Enterprise Resource Planning”- oder “Customer Relationship Management”-Software benötigt ist kein leichtes Unterfangen. Zumal er beispielsweise ersteres kaum in dem Umfang benötigt, den diese Programme bieten. Ersteres trägt die Zielgruppe ja bereits im Namen. Ich frage mich warum es in der Open Source Welt nicht gelingt eine Software zu generieren, die es dem wirklichen “small business” ermöglicht auf einfache Weise Rechnungen zu schreiben, eine Einnahme-Überschuss-Rechnung aufzustellen und die eigenen Umsatzbuchungen dem Steuerberater im richtigen Format zu überlassen.
Alle mir bekannten Entwickler streben immerzu in den Enterprise Bereich – obwohl die Welt um sie herum inklusive ihnen selbst meist aus “small business” besteht. Hier meine Frage an euch:
Wo bleibt eine Open Source SBRP-Software? (Small Business Resource Planning)
Ich hoffe auf Antworten.
Stefan
Noch steckt uns die CeBIT in den Knochen. Da sich unser Stand in einer Sackgasse und obendrein in der falschen Halle befand (konnten wir uns leider nicht aussuchen), blieb nur die Möglichkeit, Interessenten per Wegelagerei auf uns aufmerksam zu machen. Das entspricht nicht gerade unserer Philosophie, man kommt sich vor, als wolle man Handy-Verträge verkaufen. Gemütlich am Stand sitzen und warten, dass jemand kommt war also nicht. Trotzdem sind wir unterm Strich zufrieden, die eine oder andere invis-Installation wird jetzt wohl hinzukommen.
Für das kommende Wochenende steht mit den “Chemnitzer Linux Tagen” bereits die nächste Messe an. Diese wird uns nach der CeBIT sicher wie Urlaub vorkommen!
Auf der To-do-Seite hat sich inzwischen auch etwas getan. Die ersten beiden Aufgaben warten auf interessierte Tüftler.
Stefan
Halbzeit auf der CeBIT und uns tun die Füsse weh.
Spaß macht es trotzdem. Schön auch, dass wir den einen oder anderen Open Source Abstinenzler zum Staunen bringen können. Es gibt tatsächlich Menschen, die sich nicht vorstellen können, dass sich mit Open Source Software etwa der Terminkalender eines Handys mit dem einer Groupware synchronisieren lassen, geschweige denn, dass die Groupware nichts kostet.
Stefan