28.November 2008

Allerlei…

Es mag den Einen oder Anderen verwirren oder gar stören, dass ich derzeit fast täglich neue Releases unseres invis-Server Setup-Pakets veröffentliche. Theoretisch könnte ich mir ja gleich mehr Mühe bei der Fehlersuche geben und ausschließlich 100%tig funktionierendes anbieten. Genau darum geht es hier aber nicht! Hier geht es um OpenSource und somit um den Gedanken, Interessierten von vorne herein die Möglichkeit zu geben am Entwicklungsprozess teilnehmen zu können. Dies geschieht natürlich nicht zuletzt aus der Hoffnung heraus, dass auch Andere auf Fehler stoßen, sie beheben und uns dies mitteilen. Niemand arbeitet gerne umsonst. Anstelle einer direkten Bezahlung, geht es bei OpenSource allerdings um gerecht verteiltes Geben und Nehmen zum Nutzen aller….

Ein weiterer Grund für die häufigen Releases sind natürlich Veränderungen die sich durch durch äußere Einflüsse ergeben. In “invis Servern” müssen sehr viele Einzelkomponenten miteinander zusammen funktionieren. So können Veränderungen die durch Weiterentwicklungen oder Fehler in einer Komponente auftreten, andere Komponenten zum Guten oder Schlechten beeinflussen. Dem muss natürlich Rechnung getragen werden. Aktuell sind etwa Probleme (siehe Changelog) mit Group-e ein Grund für Veränderungen am Setup-Paket.

Trotzdem denke ich, dass sich das Setup-Paket für invis-Server Version 6 einem Final-Release deutlich nähert.

Stefan

Die leidige Suche nach der richtigen Groupware kann ich leider noch immer nicht als beendet ansehen. Nach dem Umstieg auf Group-e (invis 6) glaubte ich dieses Kapitel abgeschlossen zu haben. Leider hatte ich mich da getäuscht. Group-e ist in meinen Augen nach wie vor eine hervorragende Software aber die noch immer sehr strikte Bindung an Cyrus-IMAP macht mir Bauchschmerzen. Auch die Integration in eine vorhandene LDAP-gestützte Benutzerverwaltung gelingt nicht immer ohne unerwünschte Nebenwirkungen.

Aus Administratorensicht hat mir Horde (invis 5) immer sehr gut gefallen, es fügt sich bestens in bestehende Strukturen ein und ist in jeder Hinsicht überaus flexibel. Leider war das Webfrontend optisch und technisch kaum mit etwas wie Group-e zu vergleichen. Die jüngsten Entwicklungen bei Horde zeigen allerdings, dass die Entwickler dies erkannt haben und Horde-Applikationen nach und nach mit Ajax auf den Stand der Zeit bringen, so geschehen mit “DIMP” dem neuen Horde-Webmailer. Grund genug also Horde erneut in Augenschein zu nehmen.

Basierend auf der “Horde Groupware Webmail Edition” habe ich eine um Gollem (Dateimanager), Whups (Ticket Tracker) und Hermes (Zeit-Manager) erweiterte “Horde Groupware invis Edition” erstellt. Wer diese Version testen möchte, findet auf der Download-Seite Horde-rpm und -srpm für openSuSE 11.0 zum Herunterladen. In Kürze werde ich meine Horde Pakete auch über den openSuSE-Buildservice anbieten.

Bei der Installation des RPMs gibt es derzeit noch ein Abhängigkeitsproblem. Es wird nach /usr/bin/php gesucht, was auf aktuellen openSuSE Releases lediglich als symbolischer Link vorhanden ist und von rpm nicht akzeptiert wird. Gesucht wird danach, da einige der Horde-PHP Scripts auf der Kommandozeile (PHP CLI) ausgeführt werden müssen, wie etwa das integrierte Setup-Script. Da PHP auch unter openSuSE als Kommandozeilen-Interpreter verwendet werden kann, funktioniert alles, trotz nicht aufgelöster Abhängigkeiten.

Eure Meinungen zum Thema Horde würden mich sehr interessieren.

Stefan

18.November 2008

Verein???

Das Deutsche im negativen Sinn des Wortes als Vereinsmeier verschrieen sind, ist mir bewusst. Trotzdem stellt sich für unser Projekt die Frage nach einer irgendwie gearteten Organisationsform. Dies nicht zuletzt weil es auch mit Geldern verantwortungsvoll umzugehen gilt. Ohne finanzielle Mittel lässt sich auch ein Open Source Projekt nicht vorantreiben.

Einfach zu versuchen, bei jeder sich bietenden Gelegenheit die Hand aufzuhalten, ohne einem potentiellen Spender klar zu machen, was mit seinem Geld geschieht, ist nicht gerade die feine Art. Hinzu kommt, dass ich in Person auch Inhaber von FSP Computer & Netzwerke, einem Nutznießer des Projektes bin. Denkbar wäre ja, dass ich für das Projekt gedachte Gelder einfach zur Subvention meiner Firma nutze, usw.

Etwaigen Zweifeln lässt am besten mit Gründung einer Non-Profit-Organisation nach anerkannten Regeln begegnen.  Die hierzulande verbreitetste Non-Profit Organisationsform ist nunmal der “eingetragene Verein”. Schlagendstes Argument hierfür ist wohl vor allem die Satzung in der die Ziele des Vereins für alle Mitglieder bindend festgeschrieben werden.

Kurz die Entscheidung ist für uns an und für sich gefallen, eine Vereinsgründung steht an. Da ich nicht der Typ bin, der andere vor vollendete Tatsachen stellt, stelle ich hier zunächst mal einen Satzungsentwurf zur Disskussion.

Gleichzeitig suchen wir natürlich nach Gründungsmitgliedern – 7 sind Bedingung. ;-)

Satzungsentwurf (PDF)

Stefan

17.November 2008

Vereinfacht

Aus Gründen die aktuell keinen Bestand mehr haben, haben wir bisher Setup-Script und Konfigurationsdateien in zwei getrennten Paketen zum Download angeboten. Damit ist jetzt Schluss. Ab sofort gibt es beides in Einem, was auch die Anwendung des Scripts etwas vereinfacht.

Es hat sich ohnehin gezeigt, dass nahezu immer mit Veränderungen an den Konfigurationsdateien auch Veränderungen am Setup-Script einher gingen.

Das ab sofort zum Download bereitstehende Paket ist bisher noch ungetestet, sollte aber trotzdem funktionieren. Fehlerberichte nehmen wir ansonsten gerne entgegen.

Stefan

16.November 2008

invis 7

Hinter verschlossener Bürotür und mit abgeschaltetem Telefon, haben wir eine Woche lang daran gearbeitet den Grundstein für die nächste invis-Server Version zu legen. …leider bisher mit nur mäßigem Erfolg.

Das gesteckte Ziel ein echtes Single-Sign-on auf Kerberos Basis zu realisieren geriet nach anfänglich schnellen Fortschritten schon am zweiten Tag ins Stocken. Es gelang uns nicht eine funktionierende Passwort-Synchronisation zwischen Kerberos-Key, User- und den Windows-Passworten zu realisieren. Im Spiel waren Heimdal 1.2.1, openLDAP 2.4 und Samba3.2, eine Kombination die sich als tückisch erwiesen hat.

Während wir mit viel Geduld noch auf Antworten aus der openLDAP-Mailinglist warten, beschäftigen wir uns mit einem vollständigen Austausch der Kernkomponenten um das gesteckte Ziel zu erreichen. So sind wir auf der Suche nach Lösungen zum oben beschrieben Problem auf “ApacheDS”, einen in Java geschriebenen OpenSource Directory Server gestoßen. ApacheDS könnte nicht nur openLDAP ersetzen, sondern hat auch gleich noch einen Kereberos5 Server integriert. Damit nicht genug bringt er auch noch DNS-, DHCP- und Timeserver mit.

Leider ist das ApacheDS-Projekt noch in einem relativ frühen Entwicklungsstadium, was sich in Form einiger Bugs und lausiger Dokumentation äußert. Allerdings sind dessen Entwickler überaus engagiert, in deren Mailinglist hatten wir schon nach wenigen Minuten eine Diskussion im Gange….

Neben vielen Kleinigkeiten gehört auch die vollständige Überarbeitung des invis-Server-Portals (ja ich habe die Kritik an Design und Aufbau gehört) zu unseren gesteckten Zielen. Sowie es etwas zu Zeigen gibt, werde ich hier Screenshots posten.

Kritik, Wünsche und Anregungen sind sehr erwünscht, schreibt einfach entsprechende Komentare.

Stefan

15.November 2008

Happy Birthday Ines

Alles gute zum (hier wird geschwiegen;-) Geburtstag.

Danke für Deine Mitarbeit und danke dafür, dass Du einfach da bist.

In Liebe

Stefan

14.November 2008

Als Ärgernis…

in der derzeitigen Installation des invis-Servers unter openSuSE 11.0 hat sich der “syslog-ng” Daemon erwiesen. Ohne, dass wir genau festellen können woran es liegt, versagt dieser nach einem “Reload” auf den meisten (aber nicht allen) Installationen den Dienst, was leider nicht ohne Kollateralschäden vonstatten geht. So kommt es vor, dass in der Folge der openLDAP-Daemon 99% CPU-Last erzeugt, ein Login nicht mehr möglich ist und selbst ein Reboot stecken bleibt.

Erzwungen wird der Reload einerseits durch das Logrotating aber auch durch den DHCP-Client Daemon, wenn dieser bezogene IP-Leases auffrischt.

Als Workaround tauschen wir derzeit den “dhcpcd” gegen dein ISC “dhcp-client” aus und ändern in den Logrotate-Konfigurationsdateien “syslog” und “syslog-ng” unter /etc/logrotate.d alle reload-Einträge auf “restart”. Wenn sich keine andere Lösung findet, wandern diese Anpassungen ins Setup-Script.

Ich werde wohl mal wieder einen Bugreport im openSuSE-Bugzilla einstellen müssen, was leider alles andere als Spaß macht.

Stefan

um das Licht der Welt zu erblicken.

Wie auch immer, es ist geschafft, die invis-Server Website ist online.

Hier werden wir zukünftig alles wissenswerte rund um das Projekt “invis Server” veröffentlichen. Der Seitenaufbau ist bewusst einfach gehalten, was möglichst auch so bleiben soll. Mehr oder weniger statisch sind die Seiten “Philosophie” und “Projekt”, die die Hintergründe unseres Projektes beleuchten.
Auf der Download-Seite findet sich immer das aktuelle Setup- und Konfigurationspaket zum Herunterladen. Die Changelog-Seite gibt Preis, was sich an den jeweils neuesten Downloads bezogen auf die Vorgänger geändert hat.

Welchen Umfang der Blog annehmen wird, kann ich jetzt beim besten Willen noch nicht sagen.

Bleibt erstmal nur noch der Wunsch nach regem Interesse an unserem Projekt zu äußern.

Stefan