Kategorie: Lust und Frust

wie immer hat die FrOSCon Spaß gemacht. Neben der Wahrung einiger lieb gewonnener Traditionen (“Gemüsesaft” gab’s an der Hotelbar im Regina von Freitag auf Samstag bis 4:45Uhr) haben wir vor allem viele, teils hochinteressante, Gespräche geführt. Wir haben gleichermaßen neue Impulse für kommende Entwicklungen erhalten, wie interessierte zukünftige Tester und Nutzer des invis Servers gefunden.

Schön war auch, dass unsere Standmannschaft sich im Vergleich zum Vorjahr verdoppelte. Mit vier Personen am Stand blieb dann für den Einzelnen auch mal die Zeit den einen oder anderen Vortrag zu besuchen.

Organisation und Durchführung der FrOSCon waren wie immer super, daher vielen Dank von uns ans Orga-Team und die vielen freiwilligen Helfer. Für nächstes Jahr daher nur: weiter so, lediglich ein bisschen mehr Platz für die Stände wäre schön.

Stefan

In die letzte “Hot-Needle” Release unseres invis-Server Setup-Paketes haben sich doch einige Fehler eingeschlichen.

Scripten und Denken bei deutlich über 30°C im Schatten ist wohl doch nicht so sinnvoll. Bei etwas kühleren Temperaturen habe ich einen ersten Test mit der R9 gewagt und… habe gleich R10 hinterher geschoben. Es steht zum Download bereit, viel Spaß damit.

Stefan

haben wir Version 6.7 R9 zum Download bereit gestellt. Gerade wegen der aktuellen Hitze ist es allerdings ungetestet und daher als “Hot Needle” gekennzeichnet.

Wer ins Changelog schaut wird merken, dass es einige grundlegende Änderungen und Erweiterungen gegeben hat. So haben wir die openVPN-Vorkonfiguration einer gründlichen Überarbeitung unterzogen und auch die Dokuwiki Vorbereitung dahingehend erweitert, dass der Administrator eines invis Servers nur noch einzelne Benutzer in die Gruppen “wiki-redakteure” und “wiki-chefredakteure” aufnehmen muss und die Arbeit am eigenen Wiki beginnen kann.

In Sachen Group-e gibt es auch deutliche Fortschritte zu verzeichnen. Die Entwickler in Bozen waren ebenfalls (trotz Sommerhitze) nicht Faul. Sie haben ganz nebenbei Group-e um eine ActiveSync Schnittstelle erweitert. Vermutlich sehr zur Freude aller Windows Mobile Benutzer haben wir das Ganze gleich integriert. Getestet ist es allerdings von uns noch nicht, unsere Handys arbeiten problemlos mit SyncML.

Darüber hinaus werden jetzt auch die Installationsarchive von Group-e, z-push und LX-Office auf Wunsch  vom Setup-Script automatisch heruntergeladen.

Nimmt man die eingeflossenen Bugfixes noch hinzu, hätten wir daraus beinahe einen Version 6.8 machen können. Das heben wir uns aber bis zu den nächsten kühlen Tagen auf, wenn unsere Gehirne wieder reibungsloser funktionieren.

Bedanken möchte ich mich noch bei Jan W. aus dem openSUSE Team, er hat mir beim Fixen des zypper-Problems die Augen geöffnet.  Gruß in den Süden, wir sehn uns auf der FrOSCon.

Anzumerken bleibt noch, dass trotz neuer invis Release mein Buch für Open Source Press  noch immer nicht fertig ist. Bücher schreiben weit jenseits der 30°C im Schatten ist auch wirklich kein Spaß!

Stefan.

Eigentlich wollte ich ja erst mein Buch fertig schreiben, bevor ich mich wieder mit der Weiterentwicklung des invis Servers beschäftige. Das wird wohl nicht funktionieren…

Durch einen Eintrag in unserem Forum, den ich zunächst nicht wirklich ernst genommen habe, bin ich darauf aufmerksam geworden, dass openSUSEs zypper Case-Sensitive ist. Einem Nutzer unseres Setup-Scripts ist aufgefallen, dass mit der aktuellen Version des Scripts einige Pakete nicht mehr installiert werden, mit verheerenden Folgen für die gesamte Installation. Da dies bei meinen Tests nicht auftrat, dachte ich an ein Netzwerkproblem oder einen Anwenderfehler. Ich wäre nicht im Traum darauf gekommen, dass die Ursache dafür lediglich zwei umbenannte Software-Pakete in den openSUSE-Repositories waren und die einzige Änderung in Groß- und Kleinschreibung bestand. Aus “perl-yaml” wurde “perl-YAML” und aus “php5-apc” wurde “php5-APC”. Sowie zypper eines der beiden Pakete installieren soll, bricht er die Installation inklusive aller folgenden Pakete einfach ab.

Mal ehrlich, sowas darfs doch nicht geben oder?

Das Bugfix-Release werde ich vermutlich noch dieses WE veröffentlichen.

Update: invis6.7-R8 ist online!

Stefan

Es wird mal wieder Zeit einen Blick in kommende Veränderungen zu werfen.

Entgegen unseren Absichten dauert die Anpassung des invis Server Setups an die aktuelle openSUSE Version 11.2 länger als erhofft. Inzwischen gibt es zware mit Version 6.7-R3 ein Hot-Needle Release, welches unter openSUSE 11.2 funktioniert, allerdings gibt es derzeit noch Probleme mit dem Zusammenspiel zwischen PHP Version 5.3.x — ist bei 11.2 Standard — und Group-e, die eine Verwendung von Group-e fast unmöglich machen.  Eine Groupware ohne funktionierenden Kalender ist leider nicht sehr nützlich. Wir hoffen aber, dass die Probleme mit der kommenden Group-e Release (vermutlich 1.710) behoben sein werden.

Für unsere nächste Release planen wir eine deutlich sichtbare Veränderung am Script: Wir werden endlich auf einen “ncurses-Look” umsteigen. Das überaus praktische Kommandozeilentool dialog machts möglich.

Im Zuge der Umstellung werden wir auch den gesamten Ablauf des Server-Setups vereinfachen. Es wird zukünftig nicht mehr notwendig sein die vom invis Server benötigten Software Meta-Packages, wie “Datei Server”, “Web- und LAMP Server” usw. vorab zu installieren, dies erledigt alles das Script. Das heisst als Basis für einen invis-Server wird lediglich eine einfache Textbasierte openSUSE Installation mit zwei konfigurierten Netzwerkkarten ausreichen.

Angedacht ist weiterhin endlich auch Group-e und LX-Office über unser Buildservice Repository als RPM-Pakete vorzuhalten.

Weiterhin hat der bereits angekündigte Webmail-Client unseres Portals eine frühe Beta-Phase erreicht und soll möglichst in einer der nächsten Releases optional installierbar sein.

Als Deadline für die angekündigten Neuerungen haben wir uns wieder einmal die Chemnitzer Linux Tage (13. — 14. März) gesetzt. Mal sehen ob’s klappt.

Jetzt noch ein Blick auf ein paar gegenwärtige Entwicklungen. Wer lange nicht auf unseren Seiten war, sollte mal wieder einen Blick ins Wiki riskieren. Wir haben es endlich mal wieder überarbeitet. Es ist jetzt in Sachen Installation wieder auf aktuellem Stand. Neu hinzu gekommen ist eine eigene Seite, die sich mit dr Administration eines invis Servers beschäftigt. Derzeit beinhaltet sie einen kleinen Grundstock an Informationen, wird aber in naher Zukunft rasch wachsen. Auch die Beschreibung der Scripts aus der invis Toolbox ist wieder auf aktuellem Stand.

Das Software-Repertoire unseres Buildservice-Repositories ist um die Programme WebCDwriter und afio gewachsen — WebCDwriter wird also nicht mehr während des invis Setups kompiliert. Das das sehr praktische und moderne Archivierungstool afio in unser Reposity wandern musste hat eine seltsame Geschichte. Das Problem begann wohl damit, dass die Free Software Foundation afio wegen des besonderen Passus: “It may not be sold at a profit.”  in dessen Copyright Bestimmungen — afio untersteht der “Perl Artistc License” — von der Liste freier Software gestrichen hat. Eine etwas seltsame Haltung meiner Meinung nach, vor allem wo die OSI (Open Source Initiative) dazu schreibt:

“Some versions of the artistic license contain the following clause:

8.Aggregation of this Package with a commercial distribution is always permitted provided that the use of this Package is embedded; that is, when no overt attempt is made to make this Package’s interfaces visible to the end user of the commercial distribution. Such use shall not be construed as a distribution of this Package.

With or without this clause, the license is approved by OSI for certifying software as OSI Certified Open Source.”

Jedenfalls ist vermutlich in der Folge des Disputs afio aus dem Lieferumfang der openSUSE 11.2 Distribution verschwunden. Schade eigentlich und lächerlich dazu! Wir haben es jedenfalls kurzerhand wieder in den openSUSE Buildservice aufgenommen.

Stefan

Um die Mitarbeit am Projekt und die Nutzung des invis Servers zu erleichtern haben wir jetzt auf der Forumsseite ein Unterforum unter dem Titel “Bugs” eingerichtet.

Hier werden wir ab sofort bekannte Fehler im Setup-Script, den Tools sowie den Konfigurationsdateien veröffentlichen und Tipps zur manuellen Beseitigung derselben geben.

Sie sind natürlich herzlich dazu eingeladen dort ebenfalls Fehler zu melden.

Das Ganze hat zwar nicht den Umfang eines Bugzillas, sollte aber trotzdem eine recht nützliche Einrichtung sein.

Stefan

Fangen wir mit der unschönen Neuigkeit an. Leider sind alle Forumsneuzugänge der letzten 3 bis 4 Wochen Spammer. Dies hat mich dazu bewogen vorübergehend alle Neuanmeldungen in meiner Rolle als Board-Admin selbst zu prüfen, bzw. zu bestätigen. Keine schöne Maßnahme, aber Werbung für Tamiflu und Billig-Flugtickets hat im Board einfach nichts zu suchen.

Positives gibts zur Eintwicklung der invis Server zu berichten. Zunächst allerdings ist hier eine Entschuldigung bei allen Testern die mit Version R7 ihre liebe Not hatten fällig. Leider haben sich dort ein paar Fehler eingeschlichen, die die Nutzung des Servers deutlich erschwert haben dürften. Wie auch immer Release 8 steht jetzt zum Download bereit.

Mit der Freigabe von openBenno – eine jetzt unter GPL stehende Mail-Archivierungs-Software  – werden wir parallel zum invis Server einen “invis Backup & Archiv Server” auf die Beine stellen.  Selbstverständlich würden wir uns auch bei dieser Aufgabe über Unterstützung in jedweder Form freuen.

Auch auf dem langen Weg zum invis 7 Server haben wir wieder ein paar Schritte unternommen. Gestecktes Ziel hierbei ist ein durchgängiges, Kerberos basiertes “Single Sign On”. Um Schwierigkeiten im Zusammenspiel zwischen OpenLDAP und den gängigen Open Source Kerberos Implementationen aus dem Weg zu gehen, testen wir schon seit einiger Zeit den Apache Directory Server. Mit etwas Glück stellen wir in kürze über unser Repository im openSuSE Buildservice, an openSUSE angepasste RPM-Pakete des ApacheDS zum Download bereit.

Trotz jetzt erschwerter Bedingungen rufe ich alle am Projekt Interessierten wieder einmal zur Nutzung unseres Forums auf. Es beisst nicht!

Schöne Pfingsten

Stefan

Schon vor dem ersten Versuch einen invis-Server auf openSUSE 11.1 zu installieren, hat sich ein erstes Problem offenbart. Der Paketmanager “smart“, auf den das Setup-Script baut, ist aus dem Lieferumfang der Distribution verschwunden. Seltsamerweise ist er aber in den Standard-Repositories im openSUSE Buildservice enthalten. Warum dass so ist, weiss ich nicht. Jedenfalls muss “smart” für eine invis-Server Installation unter 11.1 händisch aus dem Buildservice heruntergeladen, installiert und gegebenenfalls die beiden vorinstallierten Channel-Dateien unter /etc/smart/channels an openSUSE 11.1 angepasst werden.

Der Pfad zu den openSuSE Repositories lautet: http://download.opensuse.org/distribution/11.1/repo/oss bzw /non-oss. Der Typ der Repositories ist “yast2″.

Erst dann kann das invis-Setup-Script funktionieren.

Ich wünsche einen guten Rutsch

Stefan

14.November 2008

Als Ärgernis…

in der derzeitigen Installation des invis-Servers unter openSuSE 11.0 hat sich der “syslog-ng” Daemon erwiesen. Ohne, dass wir genau festellen können woran es liegt, versagt dieser nach einem “Reload” auf den meisten (aber nicht allen) Installationen den Dienst, was leider nicht ohne Kollateralschäden vonstatten geht. So kommt es vor, dass in der Folge der openLDAP-Daemon 99% CPU-Last erzeugt, ein Login nicht mehr möglich ist und selbst ein Reboot stecken bleibt.

Erzwungen wird der Reload einerseits durch das Logrotating aber auch durch den DHCP-Client Daemon, wenn dieser bezogene IP-Leases auffrischt.

Als Workaround tauschen wir derzeit den “dhcpcd” gegen dein ISC “dhcp-client” aus und ändern in den Logrotate-Konfigurationsdateien “syslog” und “syslog-ng” unter /etc/logrotate.d alle reload-Einträge auf “restart”. Wenn sich keine andere Lösung findet, wandern diese Anpassungen ins Setup-Script.

Ich werde wohl mal wieder einen Bugreport im openSuSE-Bugzilla einstellen müssen, was leider alles andere als Spaß macht.

Stefan